Wir zeigen Ihnen, was gute Absicherung gegen Risiken heißt.

Für Ihre Leistungs- und Zahlungsabsicherung bieten wir Ihnen verschiedene Instrumente an.

Das Dokumenteninkasso ist der Einzug (das Inkasso) eines vom Käufer (Importeur) geschuldeten Betrags durch Kreditinstitute gegen Aushändigung bestimmter Dokumente. Sofern die Dokumente die Ware repräsentieren, erlangt der Importeur einen Herausgabeanspruch auf die Ware, wenn er die Inkassobedingungen erfüllt hat, d. h. nach Zahlung bzw. Akzeptierung.

Vorteile

  • Das Inkasso ist in der Handhabung einfach und das Zahlungsrisiko kann eingeschränkt werden.
  • Unterstützung durch die Banken, die mit dem Einzug der Forderungen beauftragt sind.
  • Der Importeur erhält das Eigentum an der Ware nur bei Zahlung oder Akzeptierung einer Tratte (Voraussetzung hierfür ist, dass er die Dokumente benötigt, um die Ware in Empfang nehmen zu können).
  • Der Exporteur erhält den Warenwert nach Lieferung oder bei Fälligkeit des Wechsels.
  • Klare international anerkannte Grundlagen in den „Einheitlichen Richtlinien für Inkassi (ERI), ICC-Publikation Nr. 522”.

Nachteile

  • Das Delkredere-, politische und Transferrisiko sind nicht gedeckt.
  • Unsicherer Zahlungstermin.
  • Verlustrisiko, falls der Importeur sich weigert, die Dokumente aufzunehmen oder den Wechsel zu akzeptieren.
  • Die Haftung der Banken beschränkt sich auf die Weiterleitung und Aushändigung von Dokumenten gemäß den Inkassobedingungen. Die Banken gehen keine Zahlungsverpflichtung ein.

Empfehlung

Da der Exporteur in Vorleistung treten muss, empfehlen wir die Wahl eines Dokumenteninkassos nur unter folgenden Voraussetzungen:

  • Zwischen Exporteur und Importeur besteht ein Vertrauensverhältnis.
  • Zahlungswilligkeit und -fähigkeit des Importeurs unterliegen keinem Zweifel.
  • Im Importland bestehen stabile politische, wirtschaftliche und rechtliche Verhältnisse.
  • Der internationale Zahlungsverkehr im Importland wird nicht durch Devisenkontrollen oder ähnliche Restriktionen behindert oder bedroht.

Das Akkreditiv ist ein bedingtes, abstraktes Schuldversprechen, das ein Kreditinstitut im Auftrag seines Kunden (Importeur) gegenüber einem Begünstigten (Exporteur) abgibt. Die Akkreditivbank übernimmt im Auftrag des Käufers die unwiderrufliche Verpflichtung, dem Begünstigten (Exporteur) bei Erfüllung der Akkreditivbedingungen unter einem Sichtakkreditiv sofort Zahlung zu leisten. Bei einem Nachsichtakkreditiv verpflichtet sich die Akkreditivbank zur Zahlung zu einem späteren Termin (zum Beispiel 90 Tage nach Verladedatum). Es übernimmt die Funktion als Kreditinstrument sowie zur Zahlungssicherung und -abwicklung. Bei einem bestätigten Akkreditiv wird auch das Länder- sowie das Bankenrisiko der eröffnenden Bank abgedeckt. 

Vorteile

  • Abstrakte Sicherheit – rechtlich losgelöst vom zugrunde liegenden Geschäft.
  • Sicherheit für Importeur und Exporteur.
  • Absicherung der Kontraktbedingungen, sofern diese unter dem Akkreditiv berücksichtigt werden.
  • Ausschaltung des Delkredere- sowie des Abnahmerisikos.
  • Flexibel einsetzbares Instrument, das auch mit anderen Zahlungs- bzw. Absicherungsinstrumenten kombinierbar ist.
  • Klare international anerkannte Grundlagen in den „Einheitlichen Richtlinien und Gebräuchen für Dokumentenakkreditive (ERA), ICC-Publikation UCP 600”.

Nachteile

  • Gegenüber dem Dokumenteninkasso ist ein höherer administrativer Aufwand notwendig.

Empfehlung

  • Das Akkreditiv sollte einfach und klar ausgestellt sein.
  • Vermeiden Sie Bedingungen, wodurch die Akkreditivabwicklung erschwert wird.
  • Bei Fragen kontaktieren Sie bitte frühzeitig unsere Spezialisten.

Bei der Bankgarantie handelt es sich um ein abstraktes, in der Regel auf „erstes Anfordern” zahlbar gestelltes Leistungsversprechen der Garantiebank. Die am häufigsten vorkommenden Garantiearten des internationalen Geschäfts sind die Bietungs-, Anzahlungs-, Zahlungs-, Vertragserfüllungs- und Gewährleistungsgarantien. Da Form und Inhalt der Garantien grundsätzlich individuell gestaltet werden können, sind auch Mischarten möglich. Es wird unterschieden zwischen direkten und indirekten Garantien. Eine direkte Garantie liegt dann vor, wenn der Kunde die Bank beauftragt, eine Garantie gegenüber dem Begünstigten abzugeben. Bei einer indirekten Garantie wird eine zweite Bank eingeschaltet. Diese (meist eine ausländische Bank mit Sitz im Domizilland des Begünstigten) wird von der Bremer Landesbank beauftragt, unter deren Rückhaftung und Gegengarantie ihrerseits eine eigenständige Garantie abzugeben.

Im Unterschied zum Inkasso und Akkreditiv handelt es sich bei der klassischen Bankgarantie um kein Zahlungsinstrument. Trotzdem bietet sie eine sehr gute Absicherung für den Fall, dass einer der Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Vorteile

  • Flexibel einsetzbares Instrument, das auch mit anderen Zahlungs- bzw. Absicherungsinstrumenten kombinierbar ist
  • Verpflichtung Zahlung zu leisten, falls eine Leistung nicht erbracht wird, beziehungsweise ein bestimmtes Ereignis eintritt oder nicht eintritt
  • Abstrakte Sicherheit – rechtlich losgelöst vom zugrunde liegenden Geschäft
  • Vielfältige Möglichkeiten, das internationale Geschäft durch die Garantie abzusichern
  • Schaffung einer zusätzlichen Liquidität
  • Zahlungsabwicklung erfolgt direkt zwischen den Partnern
  • Einfach in der Handhabung
  • Kostengünstig

Nachteile

Die von der ICC entwickelten „Einheitlichen Richtlinien für auf Anfordern zahlbare Garantien URDG 758” finden bisher noch selten Anwendung.

Hinweis

Die Bankengesetzgebung der Vereinigten Staaten verbietet es den meisten amerikanischen Kreditinstituten, gegenüber Dritten Garantieverpflichtungen zu übernehmen. Als Alternative haben die US-Banken den so genannten „Standby Letter of Credit? ins Leben gerufen, eine auf den „Einheitlichen Richtlinien und Gebräuchen für Dokumentenakkreditive (ERA 600)” oder auf den International Standby Practices ISP98 basierende Verpflichtung. Dieses Instrument wird inzwischen auch mit Handelspartnern in anderen Ländern vereinbart.

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