Charity-Veranstaltung „Zinswette“: 



Hellmeyer prognostiziert Zinswende, 91.800 Euro für Kinder und Jugendliche in der Region

Bremen, 24. Februar 2017

Kapitalmarktexperte der BLB erwartet spätestens im vierten Quartal 2017 ernsthafte Debatten über Zinserhöhungen 

  • Anstehende Wahlen in Europa ein Warnschuss fürs Establishment
  • Handelsaktivitäten mit Asien, Russland und Südamerika ausbauen
  • Aktien weiterhin ein attraktives Anlagesegment

Kunden der BLB spenden 45.900 Euro – BLB verdoppelt Betrag

Daumen hoch für Europa: „Die Eurozone wird 2017 viele positive Schlagzeilen produzieren.“ Da ist sich Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank (BLB), sicher. Im Rahmen der Zinswette, einer in der Region bedeutenden Charity-Veranstaltung der BLB, prognostizierte der Kapitalmarktexperte für Europa in diesem Jahr ein Wachstum von 1,7 bis zwei Prozent – trotz der aktuellen Probleme und anstehender, teilweise brisanter Wahlen. „Die Wahlen in der Eurozone, in den Niederlanden, in Frankreich sowie voraussichtlich auch in Italien und in Deutschland werden dem europäischen Establishment Warnschüsse liefern, aber zu keinen irreparablen Unfällen führen“, so der 56-Jährige. Sie würden aber unterstreichen, dass ein „Weiter so!“- Ansatz den Begriff „unverantwortlich“ verdiene.

Das gelte auch für die Handelsbeziehungen. Zwar seien die USA weiterhin der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Allerdings lasse die protektionistische Politik Trumps zunehmend andere Partnerschaften in den Fokus rücken. Zum Beispiel nehme China eine immer stärkere Position ein. Hellmeyer: „Gerade mit unserem Exportmodell in Deutschland, aber auch in Europa, muss ich die Wachstumsmärkte der Zukunft belegen. Der Blick muss nun vor allem in Richtung Asien, aber auch nach Russland und Südamerika gehen.“ Das Brexit-Votum sowie die Wahl Trumps eröffneten nun die Möglichkeit, dass sich Kontinentaleuropa von der lang andauernden Pubertät befreie und erwachsen werde. 

Als wichtigsten Treiber für die Weltwirtschaft („Ich erwarte mindestens einen Wachstumsclip in Höhe von 3,6 Prozent nach 3,1 Prozent in 2016.“) sieht Hellmeyer das Wachstum in den aufstrebenden Ländern wie China, Indien, Brasilien und Russland. Vor allem Projekte wie „One Belt – One Road“ und die Seidenstraße böten enorme Chancen. Laut Hellmeyer kommen die aufstrebenden Länder zusammen mit der Eurozone auf 75 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Im Gegensatz zu den USA sei das Wachstum der Eurozone solide, da es von wiederkehrenden Einkommen getragen sei und nicht maßgeblich von Kredit.  

Auch an die Entwicklung der Aktienmärkte knüpft Hellmeyer konkrete Erwartungen. Wurden diese 2016 von der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) gestärkt, rechnet Hellmeyer nun damit, dass die EZB ihr Engagement in Kürze zurückfahren wird. 2017 werde das Jahr der Vorbereitung der Zinswende in der Eurozone.  „Ich denke, dass wir im dritten Quartal das Ende der Negativzinsen erreichen. Zudem werden wir spätestens im vierten Quartal ernsthafte Debatten über Zinserhöhungen der EZB erleben.“ Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe werde bezüglich dieser Wendungen von aktuell 0,30 auf etwa ein Prozent anziehen.

Klar, dass Hellmeyer bei der Zinswette auch den einen oder anderen Anlagetipp in petto hatte: Der Fachmann setzt auf Diversifikation. Aktien seien nach wie vor die attraktivste Anlageklasse. Sie sollten mit bis zu 50 Prozent den größten Teil des Portfolios ausmachen. Wobei er 60 Prozent in europäische Werte und 40 Prozent in aufstrebende Länder investieren würde. Wichtig sei außerdem das Aufstocken der Cash-Quote auf etwa 20 Prozent des frei verfügbaren Einkommens. So könnten Anleger „flexibel reagieren und eventuelle Opportunitäten wahrnehmen“.   

Und der DAX? Er wird laut Hellmeyer 2017 den bisherigen historischen Höchststand von 12.400 Punkten übertreffen und damit auf Rekordhöhe steigen. Die aktuelle Schwäche des Euros sei nicht trendfähig. Im Zuge der Wahlen in der ersten Hälfte des Jahres seien Kursverluste bis maximal Parität nicht auszuschließen. „Richtung Ende 2017 wird der Euro jedoch gegenüber dem US-Dollar deutlich zulegen und sich bei 1,175 einpendeln.“

Zur Zinswette

Die Zinswette der BLB hat sich als eine der wichtigsten Charity-Veranstaltungen in der Nordwestregion etabliert. Gewettet wird nur am Rande. Zwar tippen die Kunden auf den 3-Monats-Euribor sowie auf den Kassakurs von Euro zu US-Dollar zum letzten Handelstag des Jahres. In erster Linie sammelt die Bank aber Spenden für ausgewählte, gemeinnützige Institutionen und Projekte aus der Region. Die Spenden der diesjährigen Veranstaltungen in Bremen und Oldenburg kommen Projekten zugute, die sich in vielfältiger Weise um das Wohl von Kindern und Jugendlichen kümmern. Unsere Spendenempfänger sind: Aktion Hilfe für Kinder Bremen e.V., Hermann Hildebrand Haus, Kinderhospizdienst Jona (Stiftung Friedehorst), Wildwasser Oldenburg e.V., Flugkraft gGmbH Saterland (Fotoprojekt gegen Krebs) und der Verein Hilfe für krebskranke Kinder aus Vechta. Sie alle freuen sich über die Gesamtsumme von 91.800 Euro, die sich die BLB und ihre Kunden teilen. In Bremen kamen rd. 27.000 Euro, in Oldenburg über 18.900 Euro zusammen; wie in den Jahren zuvor verdoppelt die BLB die Kundenspenden. Die Zinswette fand in diesem Jahr bereits zum elften Mal statt.



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Diese Presseinformation enthält zukunftsbezogene Aussagen. Sie sind erkennbar durch die Begriffe wie „erwarten“, „beabsichtigen“, „planen“, „anstreben“, „einschätzen“ und beruhen auf unseren derzeitigen Plänen und Einschätzungen. Die Aussagen beinhalten Ungewissheiten, da eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken, außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die Entwicklung der Finanzmärkte sowie die Änderungen von Zinssätzen und Marktpreisen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können erheblich von den heute getroffenen Aussagen abweichen. Die Bremer Landesbank übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse anzupassen.

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