Bremer Landesbank veröffentlicht Halbjahresergebnis 2016

  • Unveränderte Situation an den Schiffsmärkten führt zu deutlicher Aufstockung der Risikovorsorge und erstmalig zu einem Verlustausweis

  • Kernkapitalquote trotz Verlustausweis stabil

Die Bremer Landesbank hat das erste Halbjahr 2016 mit einem Ergebnis nach Steuern von minus 384 Mio. Euro abgeschlossen (Teilkonzern IFRS) und weist damit erstmalig Verluste aus. Seit Jahresbeginn hat sich die Lage an den Schiffsmärkten nicht verbessert. Vor diesem Hintergrund hat die Bank bereits im ersten Halbjahr eine Risikovorsorge in Höhe von insgesamt 449 Mio. Euro gebildet. Die operativen Erträge konnten dies erstmals nicht ausgleichen, so dass die Bank zum 30.06.2016 einen Verlust ausweist. Dennoch hat die Bremer Landesbank ihre harte Kernkapitalquote stabil bei 11 Prozent gehalten.

„Dieses Halbjahresergebnis ist alles andere als zufriedenstellend, obwohl die operativen Geschäfte der Bank, insbesondere mit Unternehmenskunden und im Bereich Erneuerbare Energien, sich konstant gut entwickeln“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bremer Landesbank, Dr. Stephan-Andreas Kaulvers. „Wir erwarten, dass sich die Lage an den Schiffsmärkten kurzfristig nicht bessern wird. Daher haben wir bereits im ersten Halbjahr eine außerordentlich hohe Risikovorsorge gebildet.“

Zufrieden ist Kaulvers mit der Entwicklung der Kapitalquoten: „Es ist uns trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gelungen, unsere harte Kernkapitalquote und unsere Gesamtkapitalquote gegenüber dem Jahresergebnis 2015 leicht zu stärken.“

Gewinn- und Verlustrechnung für das erste Halbjahr 2016

Der Zinsüberschuss betrug im ersten Halbjahr 184 Mio. Euro (Vorjahreshalbjahr: 207 Mio. Euro) und ist damit unter anderem wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase rückläufig.

Die Nettozuführungen zur Risikovorsorge im Kreditgeschäft stiegen deutlich auf 449 Mio. Euro (108 Mio. Euro). Sie entfallen fast ausschließlich auf das Segment Schiffsfinanzierung. Die Bank hat sich vorgenommen, dieses Portfolio weiter zu bereinigen und die durch sie finanzierte Flotte zurückzuführen. Hierzu wird auch die gebildete Risikovorsorge benötigt werden.

Der Provisionsüberschuss ist auf 13 Mio. Euro (20 Mio. Euro) gesunken. Der Rückgang ist ausschließlich auf Maßnahmen zur Stärkung der Kernkapitalquote der Bank zurückzuführen. Im operativen Kundengeschäft, besonders im Wertpapier- und Außenhandelsgeschäft, zeigte sich dagegen eine stabile Entwicklung auf Vorjahresniveau.

Das Fair-Value-Ergebnis (einschließlich Hedge Accounting) belief sich marktbedingt auf minus 19 Mio. Euro, während das erste Halbjahr 2015 mit einem außerordentlich guten Fair-Value-Ergebnis abgeschlossen hatte (45 Mio. Euro). Der Verwaltungsaufwand konnte mit 105 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraumes (102 Mio. Euro) stabilisiert werden. Die Personalkosten wurden plangemäß weiter gesenkt. Das sonstige betriebliche Ergebnis betrug minus 14 Mio. Euro (6 Mio. Euro). Die Veränderungen im sonstigen betrieblichen Ergebnis resultieren insbesondere aus dem Aufwand für den Rückkauf begebener Schuldverschreibungen und von Namenspapieren in Höhe von insgesamt 17 Mio. Euro im ersten Halbjahr (30.06.2015: 0 Mio. Euro).

Die Kennzahlen Cost-Income-Ratio und Return-on-Equity haben sich verschlechtert und sind angesichts der momentanen Verlustsituation nicht aussagefähig.

Die Bilanzsumme belief sich zum Ende des ersten Halbjahres stabil auf 29,9 Mrd. Euro (Jahresultimo 2015: 30,0 Mrd. Euro).

Die harte Kernkapitalquote betrug per 30.06.2016 11,0 Prozent (10,8 Prozent per 31.12.2015), die Gesamtkapitalquote lag bei 15,0 Prozent (13,3 Prozent per 31.12.2015).

Ausblick

Kaulvers: „Wir gehen davon aus, dass sich die Lage an den Schiffsmärkten kurzfristig nicht verbessern wird. Unser Schiffsportfolio werden wir weiter wertschonend bereinigen und die dafür gebildete Risikovorsorge teilweise einsetzen. Unser Halbjahresergebnis können wir jedoch nicht eins zu eins hochrechnen. Für das Gesamtjahr erwarten wir, wie bereits veröffentlicht, einen Verlust, der Kapitalmaßnahmen der Träger erfordert, um die angestrebte harte Kernkapitalquote von 11,5 Prozent zu erreichen.“


Hierzu haben die Träger der Bremer Landesbank am 31.08.2016 Folgendes erklärt: mehr.

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