Vermögensnachfolge

Erben

Mitunter komplizierter, als man denkt

Nein, darüber spricht man nicht. Häufig noch immer nicht. Typischer Erbfall ist der selige Herr, der seiner Frau und den zwei Kindern kein Testament überlassen hat. Die Familie wird nun zur Erbengemeinschaft mit unterschiedlichen Interessen. So könnte ein Kind Interesse an der Auszahlung haben. Das andere die Immobilie vermieten wollen. Die Witwe würde das Haus gerne weiterhin bewohnen. Doch, verfügt sie nach eventueller Auszahlung eines oder mehrerer Kinder über genügend Mittel zur Unterhaltung, gegebenenfalls auch Sanierung? Überhaupt, der Wert der Immobilie. Die Lage macht viel aus. Im Ländlichen können Immobilien an Wert verlieren. Im Städtischen kann ein denkmalgeschütztes Haus zum finanziellen Risiko werden. Denn eine Sanierung kann die Kosten für Abriss und Neubau durchaus übersteigen. Ohne Testament ist Erben so mitunter viel komplizierter und zuweilen konfliktbeladener, als man denkt. Bei Unternehmen kann das sogar zum Chaos führen!

Spezialisten als Moderatoren  

Was innerhalb von Familien häufig nicht gelingt, schafft die Bank. „Unsere Kunden finden es in aller Regel gut, wenn wir gemeinsam über alles gucken und darüber sprechen, wie der Erbfall zum Besten aller Beteiligten gestaltet werden kann“, sagt Michael Lürßen, Prokurist und Spezialist für Stiftungen und Generationenmanagement. Die Notwendigkeit zum Testament beginne in der Rushour des Lebens, „wenn ich Haus und Kinder habe. Denn stirbt zu diesem Zeitpunkt einer der Ehepartner, ist vom Vormundschaftsgericht ein Ergänzungspfleger gesetzlich vorgeschrieben, falls die Kinder minderjährig sind und zum Beispiel das Haus mit Krediten belastet ist. Das macht es natürlich kompliziert.“ Sind die Kinder groß, sollte das Testament „ab 50, Mitte 50 etwa realisiert werden“, rät der Spezialist. Erbengemeinschaften, wie der eingangs beschriebene Fall, sollten bei Einzelimmobilien vermieden werden. Üblich sei das wechselseitige Einsetzen des Ehepartners als Alleinerbe, das so genannte Berliner Testament: „Bei einer Einzelimmobilie spielt der Versorgungsaspekt eine große Rolle, darum keine Erbengemeinschaften. Bei mehreren Immobilien sieht das schon ganz anders aus, weil die Höhe der Erbschaftssteuer die entscheidende Rolle spielt“, analysiert der Spezialist.

Stiftungsgründung für Jedermann  

Immer beliebter würden auch Stiftungen, berichtet Michael Lürßen aus seiner Praxis und betont: „Dies ist nicht nur ein Thema für die Reichen dieser Welt, sondern auch für Jedermann.” Stiftungen würden insbesondere für alleinstehende, kinderlose Menschen interessant, deren Partner bereits verstorben ist. Der Spezialist, der neben dem Generationen-Management auch für die Stiftungsgründung und Begleitung verantwortlich ist, nennt ein Beispiel: „Eine ältere, alleinstehende Kundin, deren Erben verwandschaftlich weit entfernt sind, ist seit ein paar Jahren Witwe, weil ihr Mann an einer schweren Krankheit schnell verstarb. Sie gründete mit einem kleinen Betrag über die BLB ihre Stiftung, die nach ihrem Ableben Haus, Wohnung und das Barvermögen erhalten wird und dann Forschungszwecke unterstützt, damit es in Zukunft vielleicht gelingt, ein Mittel gegen diese Krankheit zu finden.” Mit der Einrichtung einer solchen Stiftung würden individuelle Lösungen geschaffen, die über Generationen erhalten blieben, „weil ja nur die Erträge für den Stiftungszweck verwendet werden dürfen und nicht das Kapital bzw. die eingebrachten Immobilien”, sagt der Experte. Und fügt hinzu: „Das sind dann wirklich schöne Momente, bei denen der Kunde sehr zufrieden ist, weil damit seine Nachfolgeplanung geklärt und mit dem späteren Erbe noch etwas Gutes getan werden kann.”

Universeller Service durch die Spezialisten der BLB  

So sind Michael Lürßen und sein Team erfahren in jedem Detail des nationalen und internationalen Generationen-Managements. Faktisch umfasst es sämtliche Rechts-, Steuer-, Finanz-, Immobilien-, Versicherungs- und Verwaltungsfragen rund um das Erbe, sowohl im Inland als auch im Ausland: „Das französische Recht zum Beispiel kennt kein Ehegatten-Erbrecht, dort sind die leiblichen Kinder erbberechtigt“, sagt der Experte. „Darum ist es dort sinnvoll, ein separates Testament zu machen, ähnlich in Spanien oder Italien.“ Die Spezialisten der BLB greifen auf das große Dienstleistungs-Portfolio der BLB zurück, zu dem die BLB Immobilien sowie externe Netzwerkpartner aus dem Erb- und Steuerrecht gehören. Damit ist die BLB eines der wenigen Institute in Norddeutschland, das ganzheitlich die Nachfolgegestaltung plant und durch finanzplanerische Visualisierungen und Handlungsempfehlungen in allen formalen und inhaltlichen Details unterstützt. Vor allem aber ist es Michael Lürßen am wichtigsten, „frühzeitig die eigene Nachfolge mit der BLB zu regeln und nicht auf die lange Bank zu schieben.“ Das Gespräch mit ihm und seinem Team ist dazu der Anfang. Denn wo rechtzeitig gesprochen wird, ist das optimale Generationen-Management weit weniger kompliziert, als mancher denkt.

Unsere Spezialisten freuen sich auf Sie

Vereinbaren Sie jetzt einen Gesprächstermin!

War dieser Artikel hilfreich?