Vermögensnachfolge

Die Unternehmensnachfolge rechtzeitig planen

Was Sie als Firmeninhaber bedenken sollten

veröffentlicht am 24.02.2016 |  
Michael Lürßen

Michael Lürßen

Spezialist für Stiftungen und Generationenmanagement

Tags: #Unternehmensfortführung

Theo Weiss (Name von der Redaktion geändert) dachte immer an alles. Sein Unternehmen führte er vorausschauend und mit großem Einsatz. Die Bücher waren stets in Ordnung, er hatte Geschäftsbeziehungen gepflegt, Mitarbeiter unterstützt, neue Marktchancen beherzt ergriffen. Als Theo Weiss im Alter von 53 Jahren starb, fragte sich seine Familie, warum der sonst so sorgfältig arbeitende Unternehmer nicht auch für diesen Fall vorgesorgt hatte. Und ob er mit den Entwicklungen in seinem Betrieb nach seinem Tod wohl einverstanden gewesen wäre. Denn dort war in kürzester Zeit nichts mehr, wie es war.

Mit einer gut geplanten Unternehmensnachfolge lassen sich die eigenen Ziele verewigen

Niemand denkt gern darüber nach, dass das Leben endlich ist. Die meisten Menschen finden den Gedanken beunruhigend und verdrängen ihn. Damit gerät allerdings auch die wichtige Frage der Nachfolgeregelung in den Hintergrund. Wer nicht selbst gestalterisch eingreift, überlässt anderen das Feld. Bei komplexen Familienverhältnissen ergeben sich oft komplizierte Erb-Situationen, die im schlechtesten Fall in die Insolvenz der Firma münden. Wer sich zu Lebzeiten um die Unternehmensnachfolge kümmert, hat jedoch die Möglichkeit, selbst zu gestalten. „Das Thema sollte deshalb rechtzeitig angegangen werden“, sagt Michael Lürßen, der bei der BLB Spezialberater für Unternehmensnachfolge ist.

Für Unternehmer gibt es kein Stichdatum der Übergabe

Sehr oft sind Unternehmer, die mit einem langen Leben gesegnet sind, auch sehr lange aktiv im eigenen Geschäft. Es gibt kein offizielles „Ruhestandseintrittsdatum“ – Selbstständige entscheiden individuell, ob und wann sie in den Ruhestand gehen. Sie können sich oftmals nicht vorstellen, wie es mit ihnen und der Firma ohne ihren täglichen Einsatz weiter gehen soll. Die emotionale Beziehung zum eigenen Lebenswerk macht es schwierig, passende Lösungen zu finden. Ein Berater unterstützt.

Mit einem erfahrenen Berater an der Seite geht vieles leichter. Er kann mit seiner Expertise durch den Prozess führen. Er kennt vergleichbare Fälle und weiß, wo die Fallstricke lauern. Auf Wunsch unterstützt er auch bei Gesprächen. Damit kann eine emotional schwierige Situation versachlicht und entschärft werden. Die Berater der BLB haben dabei die Interessen des Inhabers im Blick. Sie beraten unabhängig von Steuerberater und Anwalt.

Allein durch ein Testament können Firmeninhaber die Unternehmensnachfolge nicht klären

Wer die Unternehmensnachfolge rechtzeitig bedenkt und regelt, kann eigene Gestaltungsspielräume nutzen und den Hinterbliebenen einen Teil der Sorgen abnehmen.
- Michael Lürßen

Ein Testament allein ist ohnehin meist nicht ausreichend, denn ein Gesellschaftsvertrag hat beispielsweise Vorrang vor dem Testament. Schon aus diesem Grunde besteht Handlungsbedarf. Sonst kann es zu Komplikationen kommen, wenn beispielsweise Minderjährige Gesellschaftsanteile erben. Auch wenn dies familiär durchaus gewünscht sein kann, sind die Folgen unbedingt zu beachten. So ist für minderjährige Gesellschafter immer ein Ergänzungspfleger notwendig, der vom Vormundschaftsgericht bestimmt wird und meistens keine Kenntnisse vom Unternehmen hat. Außerdem kann eine ungesteuerte Erbfolge dazu führen, dass sich die Zahl der Gesellschafter stark erhöht. Dadurch wird die personelle Struktur der Gesellschaft verändert.

Firma und Familie hängen zusammen

Im Sinne des Firmenerhalts ist es sinnvoll, auch den Fall einer möglichen Ehescheidung zu bedenken. Wenn ein Unternehmerehepaar in der Zugewinngemeinschaft (also dem üblichen Güterstand) lebt, kommt es bei einer Scheidung zum Zugewinnausgleich. Das bedeutet, dass der ehemalige Ehepartner ausgezahlt werden muss. Das ist jedoch insbesondere bei unternehmerischem Vermögen problematisch und kann in hohen Ausgleichszahlungen resultieren, die ein Unternehmen häufig in die Insolvenz führen. Wer diese Fragen rechtzeitig bedenkt und regelt, kann eigene Gestaltungsspielräume nutzen und den Hinterbliebenen einen Teil der Sorgen abnehmen.

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