Vermögensaufbau

Warum Sparen nicht aus der Mode kommen darf

„Sparen bei Nullzins ? – Ja ! Aber anders als bisher.“

veröffentlicht am 03.11.2016 |  
Marc Roßdeutscher

Marc Roßdeutscher

Wertpapier-Spezialist

Bei vielen Anlagen steht bei der Rendite eine Null, wenn nicht sogar ein negatives Vorzeichen vor dem Komma. Da macht Sparen keinen Spaß mehr könnte man meinen. Schaut man aber auf die neuen Regeln zur Erwirtschaftung von auskömmlichen Renditen ("Nominelle Sicherheit kostet Geld."), so bleibt der Vermögensaufbau kein Wunschtraum.

Sparen ist ein Grundbedürfnis. Doch dieses mit attraktiven Zinsen zu befriedigen, wird in der heutigen Zeit immer schwieriger. Wir sparen, um größere Anschaffungen tätigen zu können, für die Ausbildung der Kinder, um unabhängiger zu werden oder um die Lücke in der gesetzlichen Rentenversicherung zu decken. All diese Bedürfnisse haben Anleger auch bei einem Nullzins am Markt. Dieser führt aber dazu, dass zur Erreichung der Ziele mehr gespart werden muss. Oder anders gesagt: Der Sparer muss zur Erreichung seiner Ziele heute auf Konsum verzichten, denn die bisher risikoarmen Anleihen liefern nicht mehr die benötigte Rendite.

Ein neuer Grundsatz am Kapitalmarkt besagt mittlerweile: ‚Nominelle Sicherheit kostet Geld‘. So gibt es die EZB vor. Von Banken, die ihr Geld kurzfristig bei der Notenbank parken, verlangt sie einen negativen Zins und befindet sich damit in guter Gesellschaft mit anderen Zentralbanken. Für den Sparer bedeutet dies Risiko. Risiko, dass er beim Sparen von Geld verliert. Das, so die bisherige Annahme des Sparers, kann ja eigentlich nur bei Aktien, Anleihen und anderen börsengehandelten Produkten passieren. Dabei wird die Wirkung der Inflation völlig übersehen. Liegt die Inflationsrate über dem Zins, verliert das Sparguthaben an Kaufkraft. Auch wenn die Inflationsrate aktuell sehr gering ist, so liegt sie doch schon längere Zeit über den Zinsen für Sparkonten, deren Kaufkraft so unbemerkt schwindet.

Auf der Suche nach Rendite sind einige Anleger im letzten Jahr auf den Aktienmarkt aufmerksam geworden und haben erste Investitionen gewagt. Dabei mussten sie in den letzten Wochen und Monaten lernen, dass die Börse keine Einbahnstraße ist und Volatilität dort zur Normalität wird.

Die Antwort auf den Anlagenotstand: vorausschauendes und flexibles Management aller wichtigen Anlageklassen.

Aufgrund des als „neue Realität“ oder „Anlagenotstand“ beschriebenen Problems historisch niedriger Zinsen, fangen viele Anleger nun auch an, sich wirkliche Gedanken über eine langfristige Anlagestrategie zu machen – ein positiver Nebeneffekt der niedrigen Zinsen. Zukünftig müssen Investoren schnell auf Risiken reagieren, da sonst Kursverluste drohen, die den ohnehin nicht mehr vorhandenen Zinsertrag auf der Rentenseite weit übersteigen können. Auch an den Aktienmärkten verändern sich Trends sehr schnell und werden zunehmend durch politische Entwicklungen (z.B. Griechenland, Brexit) beeinflusst, die ökonomische Trends in den Hintergrund drängen. Darüber hinaus hat sich der Einfluss der etablierten Industrienationen auf die Weltwirtschaft maßgeblich verringert: Es werden zunehmend die bevölkerungs- und wachstumsstarken ehemaligen „Schwellenländer“ wie z.B. China sein, welche die globale ökonomische Entwicklung und damit auch die Kapitalmärkte prägen. Wie legt man nun in einer solchen Phase sein Vermögen an, so dass es sowohl ansprechende Erträge erwirtschaftet als auch den Risiken der heutigen Märkte Rechnung trägt? Der Schlüssel zum Erfolg wird vorausschauendes und flexibles Management aller wichtigen Anlageklassen sein.

Wichtig dabei ist es, den Blick von Investitionen nur in Deutschland zu lösen und den Fokus auf ein international aufgebautes, aktiv bewirtschaftetes Portfolio zu legen. Hier kommt es dann auf das Zusammenspiel unterschiedlicher Assetklassen an. Im Portfolio sollten neben den bekannten Anlageklassen Aktien und erstklassigen Anleihen auch Edelmetalle, Währungen, Immobilien in Form offener Immobilienfonds und Absolute Return Strategien berücksichtigt werden. Insbesondere letztere eignen sich sehr gut, um im Portfoliokontext stabile Renditen bei überschaubarem Risiko zu liefern. Entscheidend für die richtige Gewichtung der jeweiligen Anlageklasse ist die individuelle Abstimmung auf Risikobereitschaft und Risikotragfähigkeit des einzelnen Anlegers. Ist das Portfolio individuell zusammengestellt, geht es darum, seiner Strategie treu zu bleiben. Bei der Entwicklung der individuellen Strategie steht Ihnen Ihr Berater mit seiner Erfahrung und dem Kapitalmarkt-Know-how der BLB gerne zur Verfügung, denn die Wertpapierauswahl sollte sorgfältig zusammengestellt und laufend überwacht werden. Sparen kommt also nicht aus der Mode, allerdings ändert sich die Art wie man spart.

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