Stiftungen

Anlagerichtlinien schaffen Klarheit!

Vermögensanlage in Zeiten von Niedrigzinsen

veröffentlicht am 22.07.2016 |  
Wolfgang Duwe

Wolfgang Duwe

Berater Private Banking

Insbesondere in Zeiten des Niedrigzinsumfeldes wird es für Stiftungen immer wichtiger, sich um die für sie richtige Aufteilung der Vermögensanlagen zu kümmern - die einerseits nicht zu hohe Risiken birgt, aber dennoch eine höhere Rendite erwirtschaftet als im es ausschließlich mit einem Sparkonto oder im sicherheitsorientierten Anleihenbereich derzeit möglich ist.

Anlagerichtlinien regeln dazu wichtige Grundsätze und Orientierung für alle Beteiligten. Sie bieten einen Leitfaden bzw. die Basis, um Anlageentscheidungen nachvollziehen zu können. Außerdem geben sie den handelnden Personen die erforderliche Sicherheit in ihren Entscheidungen. Aus haftungsrechtlicher Sicht grenzen Anlagerichtlinien den Ermessensspielraum der Stiftungsorgane ein. Sie sind anzeigepflichtig, aber nicht genehmigungspflichtig.

Prinzipiell unterliegt die Vermögensanlage einer Stiftung den Vorgaben einer Stiftungssatzung und des Landesstiftungsgesetze (z.B. nomineller oder realer Kapitalerhalt). Die Anlagerichtlinien dürfen diesen Vorgaben nicht widersprechen. Vielmehr sollten diese die Passagen der Satzung konkretisieren (sofern hierzu in der Satzung etwas gesagt wird), indem sie z.B. die Ziele der Kapitalanlage benennen und die Ober- und Untergrenzen bestimmter Anlageklassen festlegen. Grundsätzliche Aussagen aus der Satzung (z.B. Bestandserhaltung und Zweckverwirklichung) etwa zu nachhaltigen Geldanlagen, zum Einsatz des Stiftungsvermögens, zur Bildung und Verwendung von Rücklagen oder zu Zustiftungen und Umschichtungen, können in die Anlagerichtlinien mit aufgenommen werden.

Wir empfehlen für die Erstellung die Meinung aller Gremien einzuholen, damit sich auch alle mit diesen identifizieren können. Die Anlagerichtlinien sollten schriftlich erstellt, regelmäßig überprüft und ggf. den Marktverhältnissen angepasst werden. Sie sind für alle Beteiligten verbindlich.

Wir empfehlen folgenden Aufbau der Anlagerichtlinien:

  • Präambel
  • Anlagestrategie / Anlageziele / Anlagegrenzen
  • Regelung von Zuständigkeiten (Entscheidung und Kontrolle)
  • Berichterstattung
  • Geltungsbereich, wie Gültigkeitsdauer

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