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Umsatz mit Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen steigern

Niedergelassene Ärzte stellen sich regelmäßig die Frage, wie der Praxisumsatz weiter gesteigert werden könnte – auch vor dem Hintergrund, dass das Wartezimmer täglich bereits voll ist und immer weniger Zeit für die Patienten zur Verfügung steht. Eine Möglichkeit bietet der Bereich der Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen. Erhebungen der gesetzlichen Krankenversicherung zeigen, dass diese Leistungen zum Teil immer noch zu wenig in Anspruch genommen werden. Vor allem Hausärzte können als Motivatoren ihrer Patienten auftreten, wenn es darum geht, dass Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen in Anspruch genommen werden sollten. Hierbei müssen Patienten gezielt angesprochen, informiert und erinnert werden. Unterstützung sollte auch von entsprechend geschultem Praxispersonal kommen. In diesem Zusammenhang bietet sich unter anderem eine gezielte schriftliche oder telefonische Erinnerung durch das Praxispersonal an (Voraussetzung: Einverständniserklärung des Patienten).

Ein systematischer Einbezug von Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen in das Praxismanagement bringt viele Vorteile mit sich. Zum einen kann die Patientenzufriedenheit positiv beeinflusst werden, indem sich die Patienten besser aufgehoben und vor allem wahrgenommen fühlen. Dies hat wiederum Einfluss auf die Beurteilung der Leistung und die Weiterempfehlung der Praxis. Zum anderen kann der Praxisumsatz gesteigert werden. Die Vergütung von Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen erfolgt nämlich außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung, ohne Mengenbegrenzung zu festen Preisen.
Dem Honorarbeschluss 2018 zufolge können Vertragsärzte im kommenden Jahr mit einem durchschnittlichen Honoraranstieg von lediglich rund 3.000 € rechnen. Insbesondere vor dem Hintergrund der gegenwärtig zu verzeichnenden Lohn- und Gehaltssteigerungen und eines Investitionsstaus in den Praxen hält die Ärzteschaft das Verhandlungsergebnis für völlig unzureichend. Um von dem Honorarplus profitieren zu können, sollten Ärzte auf die extrabudgetären Leistungen setzen. Welche Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen zum GKV-Leistungsangebot gehören und extrabudgetär vergütet werden, ist der Infobox zu entnehmen.


Vorsorge und Früherkennung (GKV)

  • Ärztliche Schwangerenvorsorge
  • Schutzimpfungen
  • Für Kinder/Jugendliche: U1 bis J1
  • Check-up 35
  • Hautkrebs-Check
  • Früherkennung Darmkrebs
  • Für Frauen: Früherkennung Gebärmutterhalskrebs und Krebserkrankungen des Genitales sowie Früherkennung Brustkrebs
  • Für Männer: Früherkennung Krebserkrankungen der Prostata und des äußeren Genitales

Die Kassenärztlichen Vereinigungen geben Auskunft über die notwendigen Qualifikationen bzw. Genehmigungen für die einzelnen Präventionsleistungen sowie über eventuell bestehende zusätzliche Vereinbarungen mit regionalen Krankenkassen. Auf der Website der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gibt es konkrete Tipps zur Motivation der Patienten für die Wahrnehmung der Früherkennungsuntersuchungen und zur Integration dieser Leistungen in den Praxisalltag mittels praxisinternem Erinnerungs- und Terminmanagement einschließlich eines Musters für die Einverständniserklärung der Patienten zum Recall (vgl. www.kbv.de/html/recall_management.php).

Ein lohnendes Feld ist darüber hinaus die Prävention bei Privatpatienten, da Ärzte hier mehr Gestaltungshoheit besitzen als bei gesetzlich krankenversicherten Patienten.

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