Immobilien

Fünf Baufinanzierungstrends

Warum sich der Immobilienerwerb weiterhin lohnen wird.

Langsam, aber sicher kommen die Zinsen wieder in Bewegung. Damit stellt sich die Frage: Welche Veränderungen kommen im Laufe dieses Jahres noch auf uns zu? Werden die Zinsen steigen oder hält die Europäische Zentralbank weiter an ihrer Niedrigzinspolitik fest? Welche Auswirkungen hat das auf die Immobilienpreise? Lohnt sich der Kauf einer Immobilie noch?
Ralph Willmer, Finanzierungsspezialist bei der BLB blickt auf die Lage am Markt und die aktuellen Baufinanzierungstrends.

1. Kaufen lohnt sich weiterhin

Es mangelt an Anlagealternativen am Markt. Daran wird sich auch kurzfristig nichts ändern, so dass es sich auch weiterhin lohnen wird, in die eigenen vier Wände zu investieren. Folker Hellmeyer, Chefanalyst bei der BLB, hat bereits in seinem Jahresausblick 2017 konstatiert, dass die Europäische Zentralbank auch im kommenden Jahr vermutlich kaum an der Zinsschraube drehen wird. Niedrige Zinsen machen das Sparen unattraktiv. Aktuell wird das mühsam beiseite gelegte Geld mit weniger als einem Prozent verzinst. Was kann man alternativ tun?
Was des einen Leid, ist des anderen Freud: Für Hausbauer und Eigenheimbesitzer wirken sich die niedrigen Zinsen positiv aus, weil sie Baufinanzierungen für Eigenheimkäufer in vielerlei Hinsicht erleichtern. Zum Beispiel fällt dadurch die Monatsrate niedriger aus. Zudem gibt es die Möglichkeit, die Restschuld schneller zu tilgen.
Wichtig: Den Rat von Experten einholen. Es empfiehlt sich, vor dem Kauf mit einem Spezialisten zu reden. Dieser geht auf die individuelle Lebenssituation und die genauen Vorstellungen zur Immobilie ein und schaut, inwieweit beide zusammenpassen. Am Ende steht dann ein realistisches Budget, mit dem sich Ausschau nach einem geeigneten Objekt halten lässt. Unsere Finanzierungsspezialisten und Immobilienspezialisten von BLB Immobilien stehen Ihnen hier gerne zur Seite.

Wohnen im Eigentum bleibt im Verhältnis zum Mieten weiterhin rentabler. Oder um es mit dem Volksmund zu sagen: Jeder zahlt in seinem Leben ein Haus ab – entweder das eigene oder das des Vermieters.

2. Es knallt nicht: Experten schätzen Immobilienpreise als realistisch ein

Viel wird spekuliert: Sind die Immobilienpreise überhöht? Gibt es eine Immobilienblase? Und wenn ja, wird sie gar in naher Zukunft platzen? Finanzierungsspezialist Willmer hat dazu eine klare Meinung: „Nein, es gibt keine Immobilienblase, die Immobilienpreise sind angemessen!“
Die BLB untersucht regelmäßig die Kaufpreisentwicklung im Nordwesten sowie in allen Metropolregionen Deutschlands. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass die Immobilienpreise kontinuierlich gestiegen sind. „Doch aktuell besteht keine Überhitzungsgefahr“, so Willmer. „Die Gesamtwirtschaft wächst solide, die Beschäftigungszahlen sind auf einem Rekordhoch und die Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeimmobilien steigt aufgrund der Zuwanderung in Deutschland.“

Exkurs: Immobilienblase
Anzeichen einer Immobilienphase sind stark steigende Immobilienpreise aufgrund von Spekulationen und einer daraus entstehenden Überbewertung der Immobilien. Wenn dann auch noch die Finanzierungen der Immobilienerwerber von den Banken zu knapp bemessen werden, zum Beispiel durch plötzliche Arbeitslosigkeit oder einen Anstieg der Zinsen, können Immobilienerwerber die Kreditraten nicht mehr bedienen. Infolge dessen überschwemmen günstige Immobilien den Markt und sorgen dafür dass die Immobilienpreise rapide sinken. Ähnliche Szenarien sind aus den USA und Spanien bekannt.

3. Konditionen bleiben attraktiv

Ein Blick auf die Zinsentwicklung der letzten Jahre zeigt, dass sich die Zinsen im Durchschnitt nach unten entwickelt haben. In den vergangenen Monaten hat es eine leichte Verteuerung am Kapitalmarkt gegeben.
Grund dafür sind zum Beispiel die jüngsten politischen Entwicklungen in den USA, die vorübergehend zu einem Zinsanstieg geführt haben.
Allerdings bewegen sich die Zinsen noch auf einem vergleichsweise sehr niedrigen Niveau.

4. Auf die richtige Kombination setzen: So finanziert es sich sicher

Die günstigen Rahmenbedingungen gilt es geschickt zu nutzen. Wer möglichst lange von den niedrigen Zinsen profitieren will, setzt auf lange Zinsbindungen. Denn die Zinssituation kann sich schnell ändern. Schon ein geringer Anstieg führt zu einem erheblichen Mehraufwand bei einer Finanzierung. Auch wenn pro fünf Jahre im Schnitt ein Zinsaufschlag von 0,3 – 0,5 Prozentpunkten fällig wird, reduziert eine lange Zinsbindung das so genannte Zinsänderungsrisiko. Das ist für die Darlehensnehmer relevant, die ihr Haus nicht innerhalb einer Finanzierungsrunde abbezahlen können. Und das sind die meisten.
Die Anschlussfinanzierung wird dann neu kalkuliert und das zu den Zinsen, die zum jeweiligen Zeitpunkt – also in der Regel 10 bis 15 Jahre - vorherrscht.

Unser Tipp: Sichern Sie sich jetzt die dauerhaft günstigen Zinsen mit einem Bausparvertrag der LBS Nord. Ein Bausparvertrag ist eine sinnvolle Ergänzung für jede Finanzierung. Flexibel, vielseitig nutzbar und vorteilhaft, da auch staatliche Förderungen genutzt werden können. Und das ohne Risiko.

Wir empfehlen unseren Kunden, die Anfangstilgung möglichst hoch zu wählen, damit nach der ersten Zinsbindungsperiode kein zu hoher Darlehensbestand zu Buche steht und so die Laufzeit verkürzt werden kann. Außerdem führt eine höhere Anfangstilgung in der Regel zu niedrigeren Einstandspreisen in der Refinanzierung, die wir als BLB in voller Höhe an unsere Kunden weitergeben.

Die Kreditlaufzeitverkürzung bei der Wahl eines höheren Anfangstilgungssatzes verdeutlicht das nachfolgende Rechenbeispiel:
Rahmendaten:
Annahmen: Objektwert 180.000 EUR, Darlehensbetrag 140.000 EUR, Zinsbindung 15 Jahre, fester Sollzins 2,3 Prozent pro Jahr

Anfängliche Tilgung: 1 Prozent
Monatsrate: 385,00 EUR
Restschuld nach 15 Jahren: 114.950,81 EUR
Laufzeit bis vollständiger Abzahlung: 51 Jahre 11 Monat

Anfängliche Tilgung: 2 Prozent
Monatsrate: 501,67 EUR
Restschuld nach 15 Jahren: 89.900,76 EUR
Laufzeit bis vollständiger Abzahlung: 33 Jahre 4 Monate

Anfängliche Tilgung: 3 Prozent
Monatsrate: 618,33 EUR
Restschuld nach 15 Jahren: 64.852,84 EUR
Laufzeit bis vollständiger Abzahlung: 24 Jahre 9 Monat

Darüber hinaus ist auch ein solider Grundstock an Eigenkapital empfehlenswert. Als Richtwert gelten mindestens 20 Prozent des Kaufpreises und die Kaufnebenkosten. Bauherren können mit Arbeiten, die sie selbst übernehmen, viel Geld sparen. Egal, ob Sie Wände tapezieren oder Parkett verlegen. Als realistisch gilt, zwischen fünf bis zehn Prozent der Darlehenssumme als Eigenleistungen einzubringen.

5. Besinnliche Besonnenheit: Bedacht beim Kauf

Ein Immobilienkauf ist eine der wichtigsten und langfristigsten Entscheidungen im Leben eines Menschen. Gerade deshalb hilft Besonnenheit.
Wenn Sie ein passendes Objekt gefunden haben, sollten Sie trotzdem nicht nur auf Ihr Herz, sondern auch auf Ihren Verstand hören. Bei bereits bestehenden Immobilen hilft ein Immobilienexperte einzuschätzen, welche Kosten für Modernisierung und so weiter noch auf Sie zukommen. Er kann Ihnen auch sagen, ob der Preis gerechtfertigt ist. Sprechen Sie mit den Experten von BLB Immobilien.
In Bezug auf die Finanzierung können Sie sich auf unsere Spezialisten verlassen. Wir suchen und finden für Sie ein maßgeschneidertes Konzept und begleiten Sie bis zum Einzug in Ihr neues Zuhause.

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