Geldanlage

Systematik und Transparenz für Ihr individuelles Portfolio

Wie das Anlegerprofil zu einem passenden Kundenportfolio führt

veröffentlicht am 23.12.2016 |  
Matthias de Vries

Matthias de Vries

Berater Private Banking

Bei einer strategischen Vermögensstrukturierung geht es nicht in erster Linie um Produkte wie etwa Aktien, festverzinsliche Papiere oder Immobilien. Wichtig sind vielmehr grundsätzliche Entscheidungen zu Risiko, Ertrag und Verfügbarkeit. Ein sorgsam erstelltes Anlegerprofil führt dabei zum passenden Kundenportfolio. Eine spezielle Software unterstützt BLB-Bankberater künftig bei ihrer Beratung.

Absolute Return ist eine Ergänzung zu den anderen Assetklassen und ein Ersatz für verzinsliche Papiere.

Strategische Vermögensstrukturierung gegen Niedrigzinsen

Das Interesse an strategischer Vermögensstrukturierung ist bei Kunden gegenwärtig hoch: Durch die anhaltenden Niedrigzinsen sind Tages- oder Festgeldkonten vielfach nicht mehr attraktiv. Anleger sind verstärkt auf der Suche nach Alternativen, um Liquidität in andere Assetklassen zu überführen, die einen höheren Ertrag versprechen. Sie können unter anderem zwischen den möglichen Assetklassen Aktien, festverzinslichen Papieren, Immobilien, Liquidität und Absolute Return wählen und eine individuelle Gewichtung vornehmen. „Absolute Return ist für die meisten Kunden eine neue Assetklasse“, erläutert Matthias de Vries, Kundenberater im Private Banking. „Sie hat das Ziel, jedes Jahr positive Renditen zu erwirtschaften – unabhängig von der Entwicklung an den Märkten. Damit sollte eine höhere Rendite zu erzielen sein, als es auf Tagesgeld- oder Festgeldkonten zu erwarten ist. Absolute Return ist eine Ergänzung zu den anderen Assetklassen und ein Ersatz für verzinsliche Papiere.“  

Grundlegende Aufgabe des Beraters: das Anlegerprofil ermitteln

Wie Anleger ihr Vermögen strukturieren sollten, hängt von den persönlichen Lebensumständen und dem Gesamtvermögen ebenso ab wie von individuellen Renditeerwartungen und dem Zeithorizont. „Das Erfragen eines Anlegerprofils gehört daher zu den grundlegenden Aufgaben eines Anlageberaters“, betont de Vries. Die Vermögensstruktur und welche Produkte dafür eingesetzt werden – alle späteren konkreten Entscheidungen für die Umsetzung hängen von diesen grundsätzlichen und individuellen Voraussetzungen ab.
Zukünftig wird die BLB auch eine Software einsetzen, die Berater bei ihrer Arbeit unterstützt. „Es ändert sich dadurch nichts Grundsätzliches an unserer Beratungspraxis“, so de Vries. „Die Gesprächsinhalte können aber so leichter festgehalten und auch grafisch anschaulich aufbereitet werden. Kunden können die Unterlagen, die eng dem Beratungsgespräch folgen, dann zu Hause in Ruhe noch einmal nachvollziehen.“

Ausführliche Analyse von Risikotragfähigkeit und Risikobereitschaft

Jedes Portfolio hat durch die Gewichtung der Assets ein spezifisches Risiko. Um ein passendes Portfolio für Kunden zusammenzustellen, betrachtet die Bank daher die Risikotragfähigkeit des Kunden wie auch seine Risikobereitschaft. „Um die Tragfähigkeit zu ermitteln, erfragen wir Vermögensverhältnisse, liquides Vermögen, aber auch Immobilien, Einnahmen, Ausgaben und Sparpotenzial“, erläutert de Vries. Diese Angaben in Beziehung zum Gesamtvermögen beantworten die Frage, in welcher Höhe Kunden Risiken tragen können.
Doch es geht auch um die persönliche Risikobereitschaft. Berater erfragen, wie risikoreich die Anlage sein darf, welches individuelle Sicherheitsbedürfnis Kunden haben und wie sich Wertschwankungen oder Verluste emotional auswirken.
„Was wir mit „Risiko“ bezeichnen, sind letztlich Wertschwankungen, die zu erwarten sind“, so de Vries. „Das heißt Schwankungen, die mittel- bis langfristig zu Renditezielen führen. Je länger das Kapital angelegt ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir unser Renditeziel im Durchschnitt erreichen. Zwischenzeitlich – und gerade kurzfristig – kann es jedoch Ausschläge nach unten oder oben geben. Daher sprechen wir mit Kunden über ihre persönliche Risikotoleranz.“

Systematischer Prozess mit Möglichkeit zur Individualisierung

Die systematische Erstellung des Anlegerprofils führt jeweils zu einem Zielportfolio. Es ist strategisch an den Anlagezielen des Kunden orientiert und kann zukünftig durch das Programm noch schneller ermittelt werden. de Vries führt aus: „Dabei gibt es keine starren Quotierungen sondern Bandbreiten, in denen sich die Verteilung der verschiedenen Assets befinden sollte.” Innerhalb dieser Bandbreiten können Kunden individuelle Anpassungen vornehmen, wenn gewünscht
Der Berater gibt anschließend eine Anlageempfehlung, die das ermittelte Zielportfolio mithilfe konkreter Anlageprodukte umsetzt: Aktientitel, Fonds, festverzinsliche Papiere oder andere auf dem Markt verfügbare Produkte. Diese sind alle auf Konzernebene von der Research-Abteilung der NORD/LB und der BLB sorgfältig ausgewählt und geprüft worden. Es sind Produkte, von denen wir meinen, dass sie die Anlageklasse ideal mit Leben füllen. Sie haben an sich schon ein optimales Chancen-Risiko-Verhältnis.“ Auch an dieser Stelle unterstützt das Programm zukünftig, indem es eine Auswahl der passenden Anlageprodukte für das spezifische Kundenportfolio darstellt.

Auch gesetzliche Anforderungen werden erfüllt

„Die Ergründung und das Erfragen eines Anlegerprofils sind grundlegend und im Wertpapierhandelsgesetz gesetzlich definiert. Unsere systematische Analyse erfüllt hier auch die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an eine Wertpapierberatung“, betont de Vries. „Bisher wurde das Produkt im Portfolio, das das höchste Risiko aufweist, mit der generellen Risikobereitschaft des Kunden gleichgesetzt. Aktuell gibt es aber beim Wertpapierhandelgesetz eine Entwicklung hin zu einer Betrachtung des Gesamtvermögens. Das entspricht dem ganzheitlichen Beratungsansatz der BLB. Bei einer solchen Risikobetrachtung kann auch ein konservativer Kunde einen Teil seines Portfolios in Aktien halten.“

Grafische Aufbereitung bietet Orientierung

Das neue Programm, das nun bei der BLB im Einsatz ist, erstellt automatisch auch Grafiken, die die Zusammensetzung des Portfolios abbilden. „Diese bildliche Darstellung ist eine sehr gute Orientierung für den Berater, aber vor allem für unsere Kunden“, ist sich de Vries sicher. Immer wieder erleben Kunden auch Überraschungen: „Beim direkten Vergleich des bestehenden Portfolios mit dem für den Kunden vorgeschlagenen Anlageemofehlungen werden die Unterschiede deutlich. Es kann vorkommen, dass wir Kunden erklären, dass sie die aktuelle Rendite mit einem unnötig hohen Risiko erreicht haben. Oder dass sie bei gleichbleibendem Risiko eine höhere Rendite erzielen könnten. Es könnte aber auch z.B. deutlich werden, dass der Kunde eine viel größere Risikobereitschaft hat, als er bis dato vielleicht angenommen hat. In diesen Fällen können wir die Verteilung der Assets neu strukturieren.

Regelmäßiger Portfolio-Check

In regelmäßigen Gesprächen zwischen Kunde und Berater werden die Vermögensstruktur und der Erfolg überprüft. Gegebenenfalls können jederzeit Anpassungen vorgenommen werden. Auch hier sorgt die Software künftig für noch größere Transparenz: Entwicklungen und Verläufe werden dargestellt und Kunden können so anhand ihrer Unterlagen jederzeit nachvollziehen, wie sich ihr Vermögen entwickelt.
Die Software unterstützt den systematischen Beratungsansatz der BLB. Kundenwünsche, Know-how der Berater und die Expertise der Spezialisten fließen zusammen, um das Vermögen mit Blick auf Sicherheit, Liquidität und Rendite optimal zu strukturieren.

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