Geldanlage

Drei Fehler beim Einstieg in die Kapitalmärkte

Und wie Sie sie vermeiden

veröffentlicht am 10.05.2017 |  
Marc Roßdeutscher

Marc Roßdeutscher

Wertpapier-Spezialist

Auf dem Kapitalmarkt lässt sich Geld gewinnen – oder verlieren. Drei Fehler machen Anleger besonders häufig. Welche das sind, erklärt Marc Roßdeutscher, Wertpapier-Spezialist bei der BLB. Wer diese Anlagefehler vermeidet, hat eine wesentlich größere Chance auf Gewinne.

1. Emotionen kosten Geld

Menschen können ihre Emotionen nicht ausschalten – bei allem, was wir tun, stellen sich unwillkürlich Gefühle ein. Viele Anleger bekommen bei stark fallenden Kursen allerdings regelmäßig Angst. Sie fragen sich dann, ob sie nicht lieber verkaufen sollten, auch wenn das einen Verlust bedeuten würde. Bei stark steigenden Kursen tritt das genaue Gegenteil ein: Anleger spüren eine Art Gier. Sie wollen den möglichen Gewinn nicht verpassen und kaufen vermehrt. Emotionen entwickeln sich entlang der Aktienkursbewegung: Von Optimismus geht es über Aufregung, Nervenkitzel bis zu Euphorie bei hohen Aktienkursen. Bei fallenden Kursen entsprechend von Ängstlichkeit bis zu Panik am Tiefpunkt der Kurse. Antizyklisches Kaufen und Verkaufen ist auf dem Kapitalmarkt jedoch empfehlenswert, also Kaufen bei fallenden Kursen und Verkaufen bei steigenden Kursen. „Die erfolgreichsten Anleger sind eher emotionslos. Doch wenn es ums eigene Geld geht, werden viele Menschen emotional. Daher entwickeln sich professionell gemanagte Aktienfonds meist erfolgreicher.

TIPP: Wer antizyklisch anlegt, erwischt damit das beste Chance-Risiko-Verhältnis.

2. Anlage gegen das eigene Anlegerprofil

Zu Beginn jeder Anlageberatung erstellt der Kundenberater ein Kundenprofil. Es hält die generelle Risikobereitschaft, die Risikotragfähigkeit und den Anlagehorizont des Anlegers fest und bestimmt dadurch, wie das Anlageportfolio grundsätzlich gewichtet sein sollte. Manche Anleger managen ihr Portfolio dann allerdings, ohne die Risiken von Einzelentscheidungen zu bedenken. „Kunden handeln so mitunter gegen ihr eigenes Anlegerprofil. Manchmal gehen sie auch ein geringeres Risiko ein, als es ihr Anlegerprofil zulässt und verschenken so Gewinnmöglichkeiten“, sagt Roßdeutscher.

TIPP: Wer auf dem Kapitalmarkt anlegen will, sollte überlegen, ob die individuelle Anlageentscheidung zum Anlegerprofil passt.

3. Alles auf eine Karte setzen

Den Ratschlag, nie alle Eier in einen Korb zu legen, hat jeder Anleger schon einmal gehört. Doch auch bei einem Anlegerprofil, das beispielsweise 50 Prozent Aktien vorsieht, sollten Anleger diversifizieren. „Dazu gehört dann beispielsweise, nicht ausschließlich deutsche Aktien zu kaufen – oder nur Schwellenländer oder eine bestimmte Branche“, sagt Roßdeutscher. „Wir haben sogar Kunden, die in ihrem Aktienportfolio nur einen einzigen Titel halten. Das kann natürlich gut gehen – birgt aber ein großes Risiko. Denn schließlich kann niemand in die Zukunft sehen.“

Mitunter entscheiden Anleger auch aus einer Art Spieltrieb heraus. „Das kann im Einzelfall zu Gewinnen führen, langfristig funktioniert es aber nicht“, sagt Roßdeutscher.

TIPP: Wer sein Portfolio diversifiziert, streut das Anlagerisiko.

Übrigens: BLB veranstaltet Workshops für junge Leute

Für junge Leute, die den Einstieg in die Kapitalmärkte nicht alleine wagen wollen, veranstaltet die BLB spezielle Workshops. Diese geben einen Einblick in die Welt der Wertpapiere und Börsenmärkte. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von Wissen zu unterschiedlichen Anlageklassen – von der Aktie, über Fonds und Anleihen bis hin zu Zertifikaten. Doch auch die Praxis kommt nicht zu kurz. So sammeln die Teilnehmer mit einem Musterportfolio erste Erfahrungen. Neben diesem Workshop plant die BLB weitere Veranstaltungen für junge Menschen, zum Beispiel zu den Themen „Vorsorge und Absicherung“ sowie „Kredite und Finanzierungen“. Sie haben Interesse, eine Veranstaltung speziell für junge Kunden zu besuchen? Dann teilen Sie uns dies gerne unter folgendem Link mit: BLB Einsteiger-Workshops

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