Ganzheitliche Beratung im Private Banking

Neues in 2018

Die wichtigsten Informationen im Überblick

veröffentlicht am 22.12.2017 |  

Wie jedes Jahr bringt auch der Wechsel zu 2018 zahlreiche gesetzliche Änderungen, die sich auf Ihr Portemonnaie auswirken können. Das Wichtigste haben wir hier für Sie zusammengefasst. Soweit nicht anders genannt, gilt der Stichtag 1. Januar.

Neuerungen in der Wertpapierberatung (MIFID II): Ab den 3. Januar 2018 sind Banken zu einer umfassenden Dokumentation verpflichtet. Zum Beispiel gehört dazu, dass Gespräche zu Wertpapiergeschäften, die per Telefon oder Internet geführt werden, aufgezeichnet werden müssen.

Zum 13. Januar tritt die zweite Zahlungsdienstrichtlinie (PSD2) in Kraft. Dies war bereits Anlass dafür, dass wir Ihnen unsere neuen allgemeinen Geschäftsbedingungen zugesandt haben. Ein Vorteil für Verbraucher ist in diesem Zusammenhang: Die Haftungsgrenze im Fall eines Kartenverlustes oder bei Betrug im Online-Banking wird gesenkt. Sofern den Bankkunden kein Verschulden trifft, haftet er nun mit maximal 50 statt mit 150 Euro. Die BLSK als Teil des NORD/LB Konzerns informiert ausführlich über die Änderungen.

PSD2 Zahlungsdienstrichtlinie

Die Besteuerung von Investmentfonds ändert sich. Ziel ist es unter anderem, Steuerschlupflöcher zu schließen sowie in- und ausländische Fonds nach derselben Systematik zu besteuern. Künftig werden alle Investmentfonds anhand einer Pauschale besteuert.

Investmentsteuerreformgesetz

Die Grundzulage bei Wohn-Riester-Verträgen steigt von 154 auf 175 Euro. Dazu muss der Sparer mindestens vier Prozent seines sozialversicherungspflichtigen Einkommens des Vorjahres in einen zertifizierten Wohn-Riester-Sparvertrag anlegen.

Der 500-Euro-Schein verschwindet. Die EZB hatte schon 2016 das Aus für den 500-Euro-Schein beschlossen. Gegen Ende des Jahres wird nun die Ausgabe der Banknote eingestellt. Ihren Wert soll sie unbegrenzt behalten.

Die Beitragsbemessungsgrenzen in der Sozialversicherung werden neu festgelegt. Gemeint sind damit die Werte, bis zu denen Beiträge fällig sind. Durch die Anhebungen müssen Gutverdiener im kommenden Jahr höhere Sozialabgaben zahlen. In der gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung steigen die Beitragsbemessungsgrenzen auf 6.500 Euro in den westlichen Bundesländern und 5.800 Euro im Osten. In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung steigt sie auf 4.425 Euro. Die Versicherungspflichtgrenze wird auf 4.950 Euro angehoben. Erst wer mehr verdient, kann die gesetzliche Krankenkasse verlassen und darf komplett in die Privatversicherung wechseln.

Das steuerfreie Existenzminimum (auch Grundfreibetrag genannt) steigt auf 9.000 Euro (Zusammenveranlagung: 18.000 Euro). Erst wenn das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag übersteigt, muss Einkommensteuer bezahlt werden.

Der Einkommensteuertarif wird mit dem Ziel geändert, die kalte Progression auszugleichen. Das ist die Steuermehrbelastung, die dadurch eintritt, dass auch auf denjenigen Teil einer Bruttolohnerhöhung Einkommensteuer gezahlt werden muss, der lediglich den Kaufkraftverlust ausgleicht. Dazu werden die Eckwerte des Tarifs um die vorab geschätzte Inflationsrate des Vorjahres erhöht.

Bestimmte betriebliche Anschaffungen dürfen komplett im Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden. Die Obergrenze für geringwertige Wirtschaftsgüter wird von bislang 410 Euro (netto) auf 800 Euro (netto) erhöht. Betroffen hiervon sind selbständig nutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, wie beispielsweise Schreibgeräte, Tablets, Büro und Geschäftsausstattung. Deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten können künftig bis zu einem Wert von 800 Euro sofort abgeschrieben werden.

Die jährlichen kindbedingten Freibeträge werden auf insgesamt 7.428 Euro angehoben. Mit diesem Betrag soll das verfassungsrechtlich garantierte Existenzminimum des Kindes steuerfrei gestellt werden. Der Kinderfreibetrag wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen und wirkt sich dadurch bei der Berechnung der Einkommensteuer steuermindernd aus.

Das Kindergeld wird erhöht. Allerdings nur um zwei Euro pro Kind. Für das erste und zweite Kind gibt es dann jeweils 194 Euro. Für das dritte Kind gibt es 200 Euro, für das vierte und jedes weitere Kind 225 Euro.

Die Steuererklärung wird unkomplizierter. Für die Steuererklärung 2017 gilt erstmal eine Belegvorhalte- statt eine Belegvorlagepflicht.  Das heißt: Wer seine Steuererklärung abgibt, ist nicht mehr verpflichtet, Belege mit einzureichen. Es genügt, sie aufzuheben und auf Nachfrage vorzuzeigen.

Abonnenten von Streamingdiensten können ihre Abos auch im EU-Ausland nutzen. Bei kostenpflichtigen Streamingdiesnten wie Netflix, Amazon, iTunes uns Sky go fällt das sogenannte Geoblocking weg. Filme, Musik und Videospiele lassen sich ab dem 20. März 2018 auch im EU-Ausland nutzen, ohne das die Anbieter dafür zusätzliche Gebühren erheben dürfen.

Bauherren bekommen mehr Rechte: Firmen müssen privaten Bauherren ab Januar detaillierte Baubeschreibungen aushändigen, sodass sie verschiedenen Angebote besser vergleichen können und bei Streitigkeiten Beweise haben. Zudem müssen die Unternhemen verbindliche Angaben zur Zeit der Fertigstellung machen. Und: Häuslebauer können Bauverträge binnen 14 Tagen widerrufen.

Ab dem 01. April 2018 gilt ein neues Gesetz, welches ein Notrufsystem bei neuen Autos vorsieht. Die EU erhofft sich durch die Einführung des Das eCall-Systems, setzt bei einem Unfall automatisch einen Notruf ab. Die EU möchte damit schnellere Hilfe am Unfallort gewährleisten und so die Zahl der Unfalltoten verringern.

Ab dem 01. September 2018 wird für die Berechnung der KfZ-Steuer das neue WLTP-Verfahren zugrunde gelegt. Da die neue Abgasmessung realitätsnähere Werte für den Schadstoff-Ausstoss der PKW ermitteln soll, als der bisherige NEFZ-Zyklus, wird auch die KFZ-Steuer angehoben, da sich diese u. a. aus Verbrauch und CO2-Ausstoß eines Autos berechnet. Die neue KFZ-Steuer gitl jedoch nur für Neuwagen, die das erste Mal zugelassen werden. Wer die Anschaffung eine sNeuwagens plant, sollte sich also am Besten vor dem 01.09.2018 entscheiden.

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(Haftungsausschluss: Dieser Inhalt wurde durch Fachautoren sorgfältig erstellt. Er beruht auf Quellen, die als verlässlich angesehen werden können. Dennoch können inhaltliche und sachliche Fehler nicht ausgeschlossen werden. Der Herausgeber dieses Newsletters und der Lieferant dieser Inhalte, u.a. die Deutscher Sparkassen Verlag GmbH, machen in Bezug auf die enthaltenen Informationen keine Zusagen und schließen jede Haftung, beispielsweise für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Informationen aus. Dieser Inhalt stellt keine Rechtsberatung dar. Die Informationen dienen ausschließlich einer ersten Orientierung. Insbesondere finanzielle Entscheidungen dürfen daher nicht aufgrund dieser Informationen getroffen werden. Es wird empfohlen, im Einzelfall den fachkundigen Rat eines Steuerberaters oder eines Rechtsanwalts einzuholen.)

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