Finanzierungen

Altersgerecht umbauen

Wie Sie Ihr Eigenheim mit Beratung und Förderprogrammen barrierefrei umbauen

Auch im Alter möchten die meisten Menschen in ihrer vertrauten Umgebung wohnen. Wer rechtzeitig über einen altersgerechten Umbau nachdenkt und sein Heim barrierefrei saniert, kann viele weitere Jahre zu Hause genießen – und ist auch auf eine mögliche Pflege bestens vorbereitet. Ein Überblick über Möglichkeiten und Förderprogramme.

Die Möglichkeiten, das eigene Heim altersgerecht umzubauen, beginnen bei kleineren Maßnahmen wie dem Anbringen von zusätzlichen Handläufen und gut erreichbaren Steckdosen. Weitgreifendere Sanierungen schließen den barrierefreien Umbau des Bads ein – beispielsweise mit einer bodengleichen Dusche – oder einen stufenfreien Zugang zur Wohnung. Eine umfassende Beratung und eine passende Finanzierung, die auch Fördermöglichkeiten einschließt, sorgen dafür, dass der Umbau sorgfältig geplant umgesetzt werden kann.

Zwei KfW-Programme für altersgerechtes Umbauen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt mit ihrem Programm 159 zinsgünstige Kredite für altersgerechtes Umbauen. Bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit können beantragt werden. Aktuell liegt der Zinssatz bei 0,75 Prozent bei einer Kreditlaufzeit von zehn Jahren. Die ersten beiden Jahre können dabei tilgungsfrei sein. Der Zinssatz für den Kredit wird nach Genehmigung wahlweise für die ersten fünf oder zehn Jahre der Kreditlaufzeit festgeschrieben.

Im Rahmen dieses Programms sind neben Umbauten auch bauliche Maßnahmen zum Einbruchschutz möglich. 

Alternativ bietet die KfW mit dem Programm 455 einen nicht rückzahlbaren Zuschuss. Für Maßnahmen nach dem Standard „Altersgerechtes Haus“ gibt es einen Zuschuss in Höhe von 12,5 Prozent der förderfähigen Kosten und maximal 6.250 Euro je Wohneinheit. Einzelmaßnahmen zur Reduzierung von Barrieren bezuschusst die KfW mit 10 Prozent der förderfähigen Kosten und maximal 5.000 Euro je Wohneinheit.

Die KfW empfiehlt, vor Beginn der Baumaßnahmen einen Sachverständigen mit der Begutachtung zu beauftragen und sich umfassend beraten zu lassen. Eine Übersicht von Gutachtern finden Sie hier.

Auch Mieter werden unterstützt

Eigenheimbesitzer können die eigenen vier Wände frei ein- und umbauen. Mieter müssen dazu die Zustimmung ihres Vermieters einholen. Er darf sie aber nur dann verweigern, wenn Interessen anderer Mieter dem Umbau entgegenstehen. Das dürfte bei Umbauten innerhalb der Wohnung die Ausnahme sein. Der Vermieter kann allerdings verlangen, dass die Umbauten nach Ende des Mietverhältnisses rückgängig gemacht werden.

KfW-Darlehens-Anträge müssen über eine Bank eingereicht werden

Die KfW gewährt Kredite aus dem Programm 159 ausschließlich über Banken, Sparkassen und Versicherungen. Der Antrag auf Förderung muss dabei vor Baubeginn gestellt werden. Die BLB hat eigene Spezialisten für Fördermöglichkeiten im Hause – wir stehen Ihnen gern als Ansprechpartner zur Verfügung und unterstützen Sie bei der Antragsstellung und Durchführung Ihres Umbauvorhabens.

Unsere Spezialisten freuen sich auf Sie

Vereinbaren Sie jetzt einen Gesprächstermin!

War dieser Artikel hilfreich?