Beteiligungen

Was sind meine Beteiligungen eigentlich wert?

Viele Anleger wünschen sich mehr Übersicht bei ihren Fondsbeteiligungen

veröffentlicht am 08.04.2016 |  
Thomas Borchert

Thomas Borchert

Spezialist für Beteiligungen

Beteiligungen in geschlossenen Fonds sind eine chancenreiche Investmentmöglichkeit für erfahrene Anleger. Die Anlageform hat Vorteile: Projekte sind klar identifizierbar und nachvollziehbar. Trotzdem haben viele Anleger den Überblick verloren – auch deshalb, weil die Produkte meist eine lange Laufzeit haben und die Fondsberichterstattung (Geschäfts- und Zwischenberichte, Versammlungsprotokolle etc.) meist komplex und umfangreich sind. Anleger wünschen Transparenz und Klarheit darüber, wie „ihre“ Fonds laufen.

Unternehmensbeteiligungen sind eine direkte Form der Investition

Mit Unternehmensbeteiligungen haben Anleger die Möglichkeit, direkt unternehmerisch zu investieren. Für die geplanten Investitionen werden Eigenkapitalgeber akquiriert. Wenn die Eigenkapitalquote erreicht ist, wird der Fonds geschlossen. Jährliche Ausschüttungen sind vorgesehen, die aus dem operativen Geschäft erwirtschaftet werden. Anteile können nicht gekündigt oder börsengehandelt, sondern nur auf dem Zweitmarkt verkauft werden. Dass das Kapital auf Jahre hin gebunden ist, bedeutet eine große – unternehmerische – Verbindlichkeit. Aus diesem Grunde sind geschlossene Fonds eher für erfahrene Anleger empfehlenswert, die ihr Anlagevermögen weiter diversifizieren möchten.

Geschlossene Fonds haben sich zu einem emotionalen Thema entwickelt

Die langen Laufzeiten, in denen sich ein geschlossener Fonds positiv oder verlustreich entwickeln kann, haben dazu geführt, dass Beteiligungsfonds zu einem emotionalen Thema geworden sind. Viele Anleger haben Geld verloren – viele weitere den Überblick. Thomas Borchert, Spezialist für Fondsbeteiligungen bei der BLB, hat täglich mit ihnen zu tun.

Erbengemeinschaften fragen oft: Was ist das alles noch wert? Kann ich verkaufen? Haben wir Nachschusspflichten?
- Thomas Borchert

„Zu uns kommen auch Kunden, die Anteile an geschlossenen Fonds geerbt haben. Sie wollen wissen, ob sie das Erbe überhaupt annehmen sollten. Ihnen ist nicht klar, welche Risiken noch zu erwarten sind”, weiß Borchert zu berichten. Erbengemeinschaften fragen oft: „Was ist das alles noch wert? Kann ich verkaufen? Haben wir Nachschusspflichten?“ Die Bank verfügt mit ihren Spezialisten über eine Expertise, die es ermöglicht, das jeweilige Investment genau zu analysieren. Dabei spielt es keine Rolle, über welches Finanzinstitut die Beteiligung ursprünglich gezeichnet wurde. Die Berater kennen den Produktlebenszyklus von Anfang bis Ende und sind mit dem Marktsegment seit vielen Jahren vertraut. Das kommt Kunden, die sich größere Transparenz für ihr Beteiligungsportfolio wünschen, zugute.

Kunden wünschen sich Überblick und Transparenz

Kunden wünschen eine Übersicht der eigenen Beteiligungen. Sie möchten wissen, welche Ausschüttungen sie erwarten können, welche Restlaufzeiten die Fonds haben, wie der aktuelle Wert aussieht – und wie sich die weitere Entwicklung einschätzen lässt. Bei den Fondsgesellschaften kann es grundsätzlich auch zur Verpflichtung von Rückzahlung erhaltener Ausschüttungen (vereinfacht als Nachschusspflicht bezeichnet) oder zu Steuernachzahlungen kommen. Kunden brauchen daher eine detaillierte Analyse ihrer Haftungs- und gegebenenfalls auch Steuerrisiken, damit sie wissen, worauf sie sich einstellen können.

Anleger kennen oft nicht die Gründe für die Fonds-Entwicklung

Ein weiterer Beratungspunkt ist die Klärung der Ursachen und Gründe, aus denen sich eine Beteiligung in der einen oder anderen Form entwickelt hat. Der Bereich der Schiffsbeteiligungen ist etwa von den Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise nach 2008 stark betroffen und hat sich bis heute nicht erholen können. Anleger wünschen Aufklärung, warum sich ihr Investment so entwickelt hat.

Die Spezialisten für Unternehmensbeteiligungen bei der BLB kennen die überwiegende Zahl der geschlossenen Fonds auf dem deutschen Markt. Wenn Kunden mit ihren meist außerordentlich umfangreichen Unterlagen zu ihnen kommen, sind sie in der Lage, diese eingehend zu analysieren und die Ergebnisse übersichtlich darzustellen.

Gibt es noch Gründe für Beteiligungsfonds?

Mittlerweile sind die geschlossenen Fonds im gleichen Umfang reguliert wie die offenen Investmentfonds. Mit dem seit dem 22. Juli 2013 gültigen Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) unterliegen sowohl die Anbieter als auch die Fonds einer umfassenden und laufenden Regulierung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Anbieter werden als Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) und die Fonds als geschlossene Alternative Investmentfonds (AIF) bezeichnet.

Trotz aller Regulierung: Das einzige, was gegen Risiko hilft, ist Streuung.
- Thomas Borchert

Trotz der teilweise negativen Erfahrungen haben Unternehmensbeteiligungen ihre Berechtigung und Vorteile: Die Anlageobjekte sind konkret und vielfach gut nachvollziehbar. Weil beispielsweise geschlossene Immobilienfonds in der Regel genau angeben, wo sich die  Immobilien befinden, können Anleger sich selbst vor Ort von der Lage, der Gebäudequalität, den Mietern und gegebenenfalls dem Bauvorgang überzeugen. Die laufenden Anlegerinformationen sind außerordentlich umfangreich: Anleger werden mehrmals im Jahr durch ausführliche Anlegerinformationen über aktuelle Entwicklungen informiert. Eine solche Informationsfülle wünschen nicht alle Anleger, doch manche suchen genau diese Art von Engagement.

Die Beratung bei einer Bank unterliegt heute strengen gesetzlichen Vorschriften und muss genau dokumentiert werden. Banken haften für etwaige Beratungsfehler. Die BLB bietet eine Auswahl an eingehend geprüften Beteiligungsfonds. Das minimiert die Risiken für Anleger und Bank.

Anleger, die in speziellen Marktsegmenten wie etwa den Immobilien, Erneuerbaren Energien, Flugzeugen oder Private Equity besonderes Potenzial sehen, haben durch Unternehmensbeteiligungen eine Möglichkeit zu eigenem chancenreichen Engagement.

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