Agrar- & Ernährungswirtschaft

Warentermingeschäfte bieten Sicherheit für die Kalkulation

Rückblick auf den Milchwirtschaftstag 2017

In Zeiten von Deregulierung und Internationalisierung wird das Risikomanagement auch für den Milchsektor immer wichtiger. Die Bremer Landesbank (BLB) ist hier seit Jahren Spezialist und zuverlässiger Partner in den Segmenten Rohstoffmanagement und -finanzierung. Um ihre Kompetenz für die Unternehmen der Milchwirtschaft zu präsentieren, veranstaltete die Bank gerade ihren zweiten Milchwirtschaftstag, bei dem sich insbesondere Geschäftsführer, Vorstände und Händler der milchverarbeitenden Industrie über die  Herausforderungen und Konsequenzen zunehmender Preisvolatilitäten in der Milchwirtschaft informierten. Auch das immer weiter preisliche Auseinanderlaufen der Fett- bzw. Eiweißkomponente unterstreicht, wie wichtig Preisrisikomanagement geworden ist. Rückblickend war diese Diskrepanz noch nie so groß.

Michael Lutzke, Spezialist Risikomanagement Agrar bei der BLB, verwies darauf, dass die Anzahl aktiver Unternehmen steige und der Markt erkennbar liquider werde. Generell seien die Einsatzmöglichkeiten von Warentermingeschäften sehr vielfältig und müssten immer auf die individuellen Gegebenheiten vor Ort abgestimmt werden. Lutzke: „Gerade Marktteilnehmer ohne bisherige Erfahrungen in diesem Bereich assoziieren fälschlicherweise schnell Attribute wie ‚Spekulation‘ und ‚Risiko‘ mit Börsengeschäften. Wer näher hinschaut merkt jedoch, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Warenterminmärkte sollen Kalkulationssicherheit geben und Preisrisiken reduzieren. Zudem können sie marktabhängig immer dann eingesetzt werden, wenn der physische Markt nicht so genutzt werden kann, wie man es gerne möchte.“

Hella Otten, Spezialistin Risikomanagement Agrar bei der BLB, präsentierte neue Möglichkeiten für die Absicherung und Vermarktung von Milchprodukten, dabei stellt der Prämienkontrakt und seine Abwicklung über die Börse eine gute Alternative dar. Die Vertragsparteien können unabhängig voneinander ihren Preis an der Börse fixieren und damit ist eine einfachere Preisfindung gegeben und eine längere Vertragslaufzeit möglich. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Wertschöpfungsketten kann weiter intensiviert werden. Dabei bietet das Modul Trade Registration eine gute Variante. Auch die Schließung der Kontrakte über den Weg das Cash Settlements ist eine geeignete Möglichkeit.

Zudem zeigte Dr. Henning Brand-Saßen, Spezialist für Ernährungswirtschaft bei der BLB, auf, wie sich Warentermingeschäfte am besten in Molkereien implementieren lassen. Sein Fazit: „Der Aufwand der Implementierung ist sehr unterschiedlich, abhängig von der Intensität und der Zielrichtung des Hedgings, von der Organisationsstruktur sowie von internen (Kontroll-)Vorgaben. Der Beratungsansatz, den die BLB gemeinsam mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young entwickelt hat, bietet durch einen modularen Aufbau eine passgenaue und individuelle Lösungsmöglichkeit.“

 

 

Rückblick

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