Forex-Report 12.10.2017
Offenmarktausschuss: Für jeden etwas ...
FOMC: Zinserhöhung ja- aber Sorge um schwache Inflation
Der Offenmarktausschuss der Federal Reserve lieferte für alle Marktsegmente. Einerseits wurde Sorge wegen der anhaltenden niedrigen Inflation geäußert. Diesbezüglich sei Geduld bei der weiteren zins- und geldpolitischen Wende angebracht. Gleichwohl sei es wahrscheinlich gerechtfertigt, die Zinsen ein weiteres Mal im laufenden Jahr anzuheben.
Abstimmungen zu Wahlrechtsreformen erfolgreich!
Im Streit um die Reform des Wahlrechts hat die italienische Regierung zwei Vertrauensabstimmungen für sich entschieden. Drei der vier größten Parteien stellten sich hinter die Erneuerung des Wahlsystems. So soll verhindert werden, dass unterschiedliche Machtverhältnisse im Senat und Abgeordnetenhaus vorherrschen. Am Donnerstag folgt die finale Abstimmung.
Situation in Katalonienkonflikt nicht entschärft!
Madrid hat Barcelona eine fünftägige Frist gesetzt, um die Frage, ob die Unabhängigkeit ausgerufen worden sei, zu klären. In dem Fall der Erklärung der Unabhängigkeit käme der Artikel 155 der spanischen Verfassung ins Spiel, der eine Entmachtung der Regionalregierung zur Folge hätte.
Bundesregierung erhöht BIP-Prognosen
Die deutsche Bundesregierung erhöhte die Wachstumsprognose für das laufende Jahr von bisher 1,5% auf 2,0%. Für das kommende Jahr unterstellt man 1,9% Wachstum (bisher 1,6%).
DAX Börsenampel

Ab 12.840 Punkten
Ab 12.880 Punkten
Aktuell
Märkte

DAX 12.970,68 +21,43
EuroStoxx50 3.607,39 +8,60
Dow Jones 22.872,89 +42,21
Nikkei 20.954,72 +73,45
Brent 56,61 - 0,01
Gold 1.295,51 +7,02
Silber 17,21 +0,08
Tv-Auftritte

n-tv Interview
vom 09.10.
Link

Folker Hellmeyer im Interview mit FOCUS MONEY

Einmal im Monat kommentiert Foker Hellmeyer das Finanzgeschehen im Videointerview.

Hier geht es zum Youtube-Channel von money.de

Technik und Bias

New York Far East Unterstützung Widerstand Bias
EUR-USD 1.1838 – 1.1869 1.1857 – 1.1879 1.1800 1.1770 1.1750 1.1880 1.1900 1.1920 Negativ
EUR-JPY 132.97 – 133.50 133.25 – 133.50 132.40 132.00 131.70 133.50 133.80 134.00 Neutral
USD-JPY 112.24 – 112.58 112.32 – 112.53 112.00 111.80 111.60 113.00 113.20 113.50 Neutral
EUR-CHF 1.1517 – 1.1545 1.1539 – 1.1548 1.1480 1.1450 1.1430 1.1550 1.1570 1.1600 Neutral
EUR-GBP 0.8958 – 0.8988 0.8950 – 0.8973 0.8900 0.8880 0.8840 0.9000 0.9030 0.9950 Positiv

Offenmarktausschuss: Für jeden etwas ...

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1875 (08.02 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1802 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 112.28. In der Folge notiert EUR-JPY bei 133.35. EUR-CHF oszilliert bei 1.1541. 

Bis auf Spanien liefert der europäische Nachrichtenpotpourri positive Informationen. 

Wachstumsprognosen werden jetzt in der Form der Nacherzählung vom IWF, diversen anderen Instituten und auch der deutschen Bundesregierung nach oben angepasst. „Chapeau“

Die Eurozone ist mittlerweile ein Wachstumstreiber in der westlichen Welt. Selbst EZB-Chefvolkswirt Praet sprach gestern in New York von einem belastbaren Wachstum. Offensichtlich ist auch in der EZB angekommen, dass wiederkehrende Einkommen die maßgebliche Basis der wirtschaftlichen Expansion in der Eurozone darstellen. Ergo ergibt sich im Vergleich mit USA und UK ein völlig anderer qualitativer Hintergrund der wirtschaftlichen Expansion. 

In Italien kommt die Wahlrechtsreform voran. Das ist zu begrüßen, da die politische Handlungsfähigkeit durch das aktuelle Organigramm ineffizient war und ist.

Spanien kommt nicht zur Ruhe. Die Ironie des Schicksals könnte sich für Katalonien einstellen. Der nicht mit der Verfassung vereinbare Wunsch der Nationalisten, sich aus Spanien zu verabschieden, kann damit enden, dass die bisherige Autonomie Kataloniens entfällt. Nun denn ... 

Offenmarktausschuss: Für jeden etwas ... 

Der Offenmarktausschuss der Federal Reserve lieferte für alle Marktsegmente. Einerseits wurde Sorge wegen der anhaltenden niedrigen Inflation geäußert. Diesbezüglich sei Geduld bei der weiteren zins- und geldpolitischen Wende angebracht. Insbesondere der Gouverneur der Federal Reserve Chicago Charles Evans bemühte sich, gestern die Erwartungshaltung der Finanzmärkte bezüglich der Zinspolitik zu nivellieren. 

Nun kann man diskutieren, ob Verbraucherpreisanstiege bei 1,9% wirklich kritisch sind. Fakt ist, dass die Verbraucherpreise sich seit Februar von 2,8% auf 1,9% entwickelten. Hintergrund waren Basiseffekte bezüglich der Rohstoffpreisentwicklung. Man kann aber auch die Erfassung der Verbraucherpreise in Frage stellen. Folgt man dem Ansatz der Erfassung von 1990 stellen sich die Verbraucherpreise aktuell nicht auf 1,9%, sondern auf 5,7% (Quelle: Shadow Governmant Stats). Der gesellschaftliche Verarmungsprozess in den USA könnte in die Richtung interpretiert werden, dass die zwischen 1990 - 1992 veränderte Preismessung (Boskin-Kommission) nicht notwendig Realitäten abbildete und abbildet. Löhne und Sozialleistungen orientieren sich an der Verbraucherpreisentwicklung ....

Gleichwohl meint man im Offenmarktausschuss, dass es wahrscheinlich gerechtfertigt sei, die Zinsen ein weiteres Mal im laufenden Jahr anzuheben. 

Die Reaktion an den Märkten impliziert, dass das Protokoll des Offenmarktausschusses in eine weichere zukünftige Gangart interpretiert wurde. Diese Sichtweise der Märkte teilen wir. 

Auch gestern erreichte uns aus den USA ein Datensatz: 

Der Index des California Manufacturing Survey lieferte per 4. Quartal 2017 einen Anstieg von zuvor 61,0 auf 64,9 Punkte und markierte damit das höchste Indexniveau in der Historie!

Da bekommt der Offenmarktausschuss bezüglich der Zinserhöhung im laufenden Jahr von diesem Sentimentindikator Rückenwind. Passt dieser Index zu der realen US-Welt lautet jedoch die nächste Frage ...

 

Aktuell ergibt sich ein Szenario, das eine positive Haltung bezüglich der Bewertung des USD favorisiert. Erst ein Überwinden der Widerstandszone bei 1.1880 - 00 negiert den positiven Bias des USD.

Viel Erfolg! 

Industrieproduktion (M/J) – August
Oct. 12:00

Konsensus

0,5%/2,6%

Bewertung

Das sieht gut aus!

Bedeutung

Mittel

Erzeugerpreise (M/J) – September
Oct. 14:30

Konsensus

0,4%/2,5%

Bewertung

Deflation ist das nicht.

Bedeutung

Mittel

Kernrate – September
Oct. 14:30

Konsensus

0,2%/2,0%

Bewertung

Deflation ist das nicht.

Bedeutung

Mittel

Federal Budget (Teilmenge des öffentlichen Haushalts) – September
Oct. 20:00

Konsensus

+6 Mrd.

Bewertung

Steuerzahlungsmonat entlastet.

Bedeutung

Mittel

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