Forex-Report 16.06.2017

Moritz Westerheide

Spezialist für Anlage- und Liquiditätsmanagement

Sentiment gut – Realdaten weniger
Bank of England - MPC uneins
Auf der Notenbanksitzung der Bank of England wurde das Zinsniveau bestätigt. Der Leitzins bleibt auf dem Rekordtief bei 0,25%, wie seit August 2016. Nachdem es auf der letzten Sitzung eine Stimme pro Zinserhöhung gab, war das Ergebnis bei der aktuellen Abstimmung mit 5 zu 3 pro schon deutlich enger. Die Befürworter haben gute Argumente, besonders die hohe Inflation in Folge des schwachen Sterling Pound mach dem Markets Policy Committee Schwierigkeiten eine einheitliche Linie zu finden. Das Wertpapierkaufproramm läuft mit 435 Mrd. GBP weiter – eine einstimmige Entscheidung.
Anmerkung Positiv
DAX Börsenampel

Ab 12.390 Punkten
Ab 12.520 Punkten
Aktuell
Märkte

DAX 12.691,81 -114,14
EuroStoxx50 3.525,46 -21,69
Dow Jones 21.359,90 -14,66
Nikkei 19.979,64 +147,82
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Folker Hellmeyer im Interview mit FOCUS MONEY

Einmal im Monat kommentiert Foker Hellmeyer das Finanzgeschehen im Videointerview.

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Technik und Bias

New York Far East Unterstützung Widerstand Bias
EUR-USD 1.1140 – 1.1158 1.1142 – 1.1155 1.1150 1.1130 1.1100 1.1270 1.1300 1.1330 Positiv
EUR-JPY 123.28 – 123.70 123.57 – 124.02 122.60 122.30 122.00 124.00 124.20 124.70 Positiv
USD-JPY 110.53 – 110.98 110.84 – 111.27 109.80 109.50 109.20 111.00 111.40 111.70 Neutral
EUR-CHF 1.0867 – 1.0875 1.0868 – 1.0874 1.0830 1.0800 1.0780 1.0900 1.0920 1.0950 Positiv
EUR-GBP 0.8723 – 0.8754 0.8714 – 0.8748 0.8750 0.8720 0.8700 0.8860 0.8880 0.8900 Positiv

Sentiment gut – Realdaten weniger

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1147 (08.10 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1132 im  europäischen Handel markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 111.12. In der Folge notiert EUR-JPY bei 123.88. EUR-CHF oszilliert bei 1.0870.

Das aus den USA veröffentlichte Konjunkturszenario zeigt einmal mehr, dass Sentimentindikatoren positive Akzente setzen, während harte Daten nicht überzeugen können.

Im Mai fiel die Industrieproduktion der US-Unternehmen schwach aus. Mit einem Minus von 0,4% stellen die Unternehmen im Mai weniger her als im April. Im Vormonat lag der Zuwachs noch bei 1,1%. Die klassische Industrie wie Autofabriken stellte deutlich weniger her, während die Bereiche Bergbau und Versorger die Gesamtzahl auf unverändertes Terrain führen würden.

Der Index für den Fed-Bezirk New York stieg von -1,0 auf 19,8 Punkte und damit deutlicher als von Experten erwartet wurde (3,8 Zähler). So stark stieg der volatile Index noch nie - der aktuelle Punktestand markiert das höchste Niveau seit fast drei Jahren!

Im Rückwärtsgang befindet sich der Philadelphia Fed Index im Juni. Der Index verliert 11,2 Punkte auf 27,6, bleibt aber deutlich im Wachstumsbereich oberhalb von 0,00 Zählern. In diesem positiven Terrain bewegt sich der Index seit nunmehr 11 Monaten.

Auf hohem Niveau konsolidiert der Hausmarktindex der National Home Builders Assocation im Juni mit 67 Punkten nach 69 Zählern im Vormonat. Es bleibt ein weiter Abstand zur Wachstumsschwelle bei 50 Punkten.

Deutlich unter den Erwartungen lag der Außenhandelsüberschuss der Euro-Zone im April. Mit nur 17,9 Bill. Euro fiel der Überschuss deutlich niedriger aus als zuletzt mit 30,9 Bill. Euro.Exporte waren um -2,8% rückläufig während Importe um 2,7% anstiegen. 

Es besteht aber kein Grund zur Sorge, denn a) war das Plus im Vormonat besonders hoch und b) zeigen Frühindikatoren wie der offizielle Einkaufsmanagerindex, der auf einem Sechs-Jahres-Hoch oszilliert, dass sich die solide Expansion des Währungsraums weiter fortsetzen wird.

In der Bank of England ist man sich häufig einig, wie in der vergangenen Sitzung, als man mit 7:1 für die Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus aussprach. Da die einzige Abweichlerin, die für eine Zinserhöhung votierte in Kürze aus dem Amt scheidet, war die Überraschung groß, als auf der Gestern stattfindenden Sitzung des MPC genannten Notenbankrates das Abstimmungsergebnis nur noch bei 5:3 lag. Besonders die hohe Inflationsprognose, die drei Prozent im Herbst hervorsagt, liess einige Mitglieder zweifeln.
Langsam aber sicher zeigen sich Bremsspuren, nachdem der angekündigte Brexit in den vergangenen Monaten erstaunlich wenig auf die Realwirtschaft durchgeschlagen ist.

Bei den Gestern veröffentlichten Einzelhandelsumsätzen in UK zeigte sich, dass Supermärkte ausgeklammert die Verkäufe mit -1,21% rückläufig gegenüber April waren. Die Gesamtzahl für den Jahresvergleich stellt sich damit auf ein verhältnismäßig überschaubares Wachtum von 0,88%, nach 4,11% im April. Der Durchschnitt der vergangenen 12 Monate liegt bei 4,4%. Bei einer möglichen Zinserhöhung drohen Einbußen.

Aktuell ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Erst ein Unterschreiten des Unterstützungsniveaus bei 1.0970-1.1000 dreht den Bias zu Gunsten des USD.               

Viel Erfolg!

Verbraucherpreise -Kernrate - Mai
Jun. 11:00

Konsensus

1,4/0,9

Bewertung

Wann kommt die Bremsung?

Bedeutung

Mittel

Wohnbaugenehmigungen Wohnungsbaubeginne - Mai
Jun. 14:30

Konsensus

1.250/1.218

Bewertung

Konsolidierung.

Bedeutung

Mittel

Verbrauchervertrauen Uni Michigan - Juni
Jun. 16:00

Konsensus

97,1

Bewertung

Unverändert erwartet.

Bedeutung

Mittel


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